Auf ein Glas – der Blog

Aktionsforum Glasverpackung

Über Aktionsforum Glasverpackung
Das Aktionsforum Glasverpackung ist eine Initiative der Behälterglasindustrie in Deutschland, organisiert in der Fachvereinigung Behälterglasindustrie e.V. beim Bundesverband Glasindustrie e.V.

Der Fachvereinigung Behälterglas e.V. gehören insgesamt 12 Unternehmen der Behälterglas produzierenden Industrie in Deutschland an, die über 32 Standorte mit rund 9.000 Beschäftigten verfügt.

Angesiedelt im Spitzenverband der deutschen Glasindustrie, dem Bundesverband Glasindustrie e.V., versteht sich die Fachvereinigung Behälterglas als unternehmensübergreifende Interessenvertretung der Branche.

Das Aktionsforum hat sich zum Ziel gesetzt, den Markt zu beobachten, Trends zu analysieren und allen am "Glas-Kreislauf" beteiligten Partnern ein umfassendes Informationsangebot rund um Glasverpackungen und deren Eigenschaften bereitzustellen.

Mit dem "Trendtag Glas 2012" nachhaltig in die Zukunft

Rund 160 Teilnehmer nehmen an Branchen-Event in München teil

(mer) Am 2. März 2012 fand das Branchen-Event der Behälterglasindustrie wieder statt: Der Trendtag Glas. Rund 160 Teilnehmer, vorwiegend aus der Lebensmittel- und Getränkebranche, waren dabei, als es in der BMW Welt in München hieß: "Mit Glas nachhaltig in die Zukunft!". Zum dritten Mal stand das Thema Nachhaltigkeit im Fokus des Trendtag Glas, dieses Mal ging es um "Nachhaltigkeit" als für den Unternehmenserfolg unerlässlicher Zukunftsfaktor. Dass das Thema – obwohl nicht neu – nichts von seiner Aktualität verloren hat, zeigten die vielfältigen Beiträge der hochkarätigen Referenten.

Dass das Thema – obwohl nicht neu – nichts von seiner Aktualität verloren hat, zeigten die vielfältigen Beiträge der hochkarätigen Referenten.

Nachhaltigkeit im Fokus: Status quo und Zukunftsvision
Einen lokalen Willkommensgruß sprach Eckbert Dauer, Leitender Ministerialrat des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Anschließend widmete sich Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D. und Gründungsdirektor des Institute for Advanced Sustainability e.V. (IASS), der Frage "Nachhaltigkeit – ein kurzlebiger Trend oder ein dauerhaftes Top-Thema?" und stellte klar heraus: Nachhaltigkeit sei langfristig und sowohl ökologisch als auch ökonomisch erstrebenswert. Dazu Prof. Töpfer: "Nachhaltigkeit ist sicherlich keine Modeerscheinung, sondern bedeutet langfristig, in Konsequenzen und Alternativen zu denken. Sie ist zudem vor dem Hintergrund der globalen Entwicklungsperspektiven zwingend notwendig und auch eine unendlich wichtige ökonomische Voraussetzung."

Prof. Dr. Claus Hipp, Unternehmer und geschäftsführender Gesellschafter der HiPP GmbH & Co. KG, stellte dagegen die Historie und Philosophie seines Unternehmens vor. HiPP wurde bereits mehrfach für seine nachhaltige Unternehmensstrategie ausgezeichnet. Prof. Hipp erklärte in seinem Vortrag: "Unser Unternehmen verfolgt entlang der Wertschöpfungskette seit langem ein durchgängiges Nachhaltigkeitsmanagement auf höchstem Niveau. Vom Einkauf über die Produktion bis in den Vertrieb und die Administration finden Nachhaltigkeitsgrundsätze Beachtung." Es geht im Unternehmen HiPP folglich nicht nur um eine optimale Qualität der Bio-Lebensmittel, die gerade für Babykost ein wichtiges Ziel ist. Es geht um ein ganzheitliches nachhaltiges Management.

Nachhaltigkeit und Glas: Aus wissenschaftlicher Perspektive
Holger Rohn, Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, betrachtete die Glasbranche und Glasverpackungen mit seinem Team aus wissenschaftlicher Sicht und präsentierte erste Ergebnisse einer von der deutschen Behälterglasindustrie in Auftrag gegebenen Studie. Im Rahmen dieser Studie untersuchte das Wuppertal Institut mit einem umfassenden Indikatoren-Set die Nachhaltigkeitsaspekte der Glasbranche und von Glasverpackungen am Beispiel von Mineralwasser. Ein wichtiges Ergebnis: Mehrwegsysteme sind gegenüber Einwegsystemen zu bevorzugen. Speziell beim lebenszyklusweiten Ressourcenverbrauch sind bei Glas-Mehrwegsystemen noch große Potentiale vorhanden. Diese Potentiale sind insbesondere durch neue Flaschentypen und moderne Abfüllanlagen zu erwarten. "Rund 40 Prozent des Ressourcenverbrauchs entfallen auf den Prozess der Abfüllung, inklusive Anbringen von Verschluss und Etikett. Besonders dort könnten weitere Ressourcen eingespart werden, wenn die Anlagen modernisiert und damit energiesparsamer würden", so Rohn in seinem Vortrag.

Wie Verbraucher Lebensmittel kaufen und wie sie Nachhaltigkeit wahrnehmen – das erzählte Dr. Hans-Georg Häusel, Diplom-Psychologe und Vorstand der Gruppe Nymphenburg Consult AG. Sein Spezialgebiet ist die Hirnforschung. "Nachhaltigkeit spielt im Kaufprozess zwar eine Rolle für den Verbraucher, aber andere Entscheidungsfaktoren wie die Qualität der Lebensmittel oder der Preis gehen oft vor", so Häusel. Denn Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der für den Konsumenten immer noch sehr erklärungsbedürftig ist. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Rolle der Verpackung als Kaufkriterium. "Das positive optische und haptische Erlebnis lassen den Verbraucher die Entscheidung pro Glasverpackung besonders leicht fallen. Dass Glas zudem noch so viele Nachhaltigkeitsaspekte bietet und zum Beispiel Lebensmittel optimal schützt und recyclingfähig ist, sind Faktoren, die zukünftig eine wachsende Rolle spielen werden", meint Dr. Häusel.

Nachhaltigkeit als Zukunftsfaktor: Mit Glasverpackungen zum Erfolg
Wie bei jedem "Trendtag Glas" durften neue und spannende Beispiele aus der Praxis der Getränke- und Lebensmittelindustrie nicht fehlen. Dass die Entscheidung für eine Glasverpackung zu direktem Unternehmenserfolg führen kann, zeigten die Praxisbeispiele der Spreequell Mineralbrunnen, Wostok Baikal Getränke und der Molkerei Söbbeke.

Ralf Brodnicki, Geschäftsführer der Spreequell Mineralbrunnen GmbH, präsentierte in seinem Vortrag "Brandneu und nachhaltig erfolgreich – wie ein Premiumwasser den Markt erobert" das neue "Q Premium Mineralwasser" aus dem Design- und Lifestylesegment des Spreequell-Sortiments. Er erklärte, welche Trends zu der Entwicklung des Premiumwassers geführt hatten und welche entscheidende Rolle dabei auch die Glasflasche, die von dem Star-Designer Michael Michalsky entworfen wurde, spielte. Brodnicki erwähnte auch, dass für die Käuferschicht von Q Premium Mineralwasser nicht nur Eleganz und Glamour wichtige Aspekte seien, sondern eben auch Nachhaltigkeit, die bei dem neuen Q Premium Mineralwasser zum großen Teil auch mit der Wahl des Verpackungsmaterials Glas unterstrichen werde.

Dass auch für Trendgetränke die Wahl einer nachhaltigen Verpackung relevant ist, zeigte Joris van Velzen, Geschäftsführer der Wostok Baikal Getränke GmbH, in seinem Vortrag. Er schilderte, wie sein eingeführtes Limonadengetränk "Wostok" den Sprung in die Szenegastronomie schaffte. "Wir haben Wostok vor knapp drei Jahren zuerst in der Szenegastronomie in Berlin eingeführt. Dass wir damit ein so großes Interesse geweckt haben und nun bundesweit erhältlich sind, haben wir auch der Entscheidung für die Glasflasche zu verdanken." Auf amüsante Art und Weise erzählte van Velzen auch einige Anekdoten aus dem "Leben eines kleinen Getränkeherstellers".

Paul Söbbeke, Geschäftsführer der Molkerei Söbbeke GmbH, schließlich beschrieb im letzten Beitrag, wie sein Unternehmen die natürlichen Zutaten der Bio-Molkereiprodukte, die es bundesweit vorwiegend im Bio-Einzelhandel vertreibt, natürlich verpackt. "Glas bietet uns als Bio-Lebensmittelhersteller einfach 'glasklare' Vorteile: Es ist ein Naturmaterial, ist geschmacks- und geruchsneutral, umweltfreundlich und optisch eine attraktive Verpackung. All das sind Faktoren, auf die unsere Käufer Wert legen."

Die rund 160 Teilnehmer waren anschließend überzeugt: "Mit Glas nachhaltig in die Zukunft!" lautete nicht nur das Motto des diesjährigen Trendtag Glas, sondern das Motto ist bereits gelebte Unternehmensphilosophie vieler erfolgreicher Lebensmittelhersteller und ist damit wegweisend.

Über den Trendtag Glas:
Der Trendtag Glas findet jährlich an wechselnden Standorten statt. Nach den letzten Trendtagen in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Essen fand der sechste "Trendtag Glas" nun im Süden der Bundesrepublik statt: in der glasaffinen Location der BMW Welt in München. Der nächste "Trendtag Glas" wird im Jahr 2013 im Frühjahr stattfinden. Ort und Termin werden rechtzeitig bekanntgegeben. Informationen zum "Trendtag Glas 2013" gibt es dann unter www.glasaktuell.de.

Über Verpackungen aus Glas:
Glas verpackt. Es bewahrt den Geschmack von Getränken, erhält die Nährstoffe von Lebensmitteln und bildet die hochwertige Hülle für Parfüm und Kosmetika. Zudem gibt Glas Arzneimitteln unterschiedlicher Art einen absolut sicheren Schutz. Kurzum: Kaum ein Verpackungswerkstoff lässt sich so branchenübergreifend und vielseitig einsetzen wie Glas. Dabei ist Glas nicht nur eine funktionell intelligente und wertvolle Verpackung. Glas gibt es auch in vielen Farben. Und es lässt sich nicht nur sehr formschön und individuell gestalten, es unterstützt ferner auch die Markenbildung. Glas wird fast ausschließlich aus in der Natur vorkommenden – meist heimischen – Rohstoffen hergestellt und lässt sich zu 100 Prozent recyceln. Es schützt also Umwelt, Klima und Gesundheit. So zählen Glasverpackungen zu den nachhaltigsten Verpackungen, die es auf dem Markt gibt.

Über das Aktionsforum Glasverpackung:
Das Aktionsforum Glasverpackung ist eine Initiative der Behälterglasindustrie in Deutschland und Teil des Spitzenverbandes der deutschen Glasindustrie, dem Bundesverband Glasindustrie e.V. Seit dem Jahr 2000 gibt es das Aktionsforum Glasverpackung, dessen Anliegen es ist, die vielen Besonderheiten und Pluspunkte der Glasverpackung gegenüber Verpackungsentscheidern und der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Das Aktionsforum Glasverpackung ist darüber hinaus erster Ansprechpartner in Deutschland für alle Fragen rund um den Verpackungswerkstoff Glas. Zu den wichtigsten Informationsmedien zählt die Website www.glasaktuell.de und der dreimal jährlich erscheinende Newsletter GLASKLAR, den Interessierte über die Website kostenlos abonnieren können. Übrigens: Fotos von Glasverpackungen aller Art bietet eine umfangreiche Fotodatenbank auf www.glasaktuell.de.

Pressekontakt:
Christine Siemens
Pressestelle Aktionsforum Glasverpackung
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Tel.: + 49 (0) 211 / 8 89 21 50-41
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