Auf ein Glas – der Blog

MECKATZER LÖWENBRÄU Benedikt Weiß AG

Die Meckatzer Löwenbräu Benedikt Weiß KG mit Sitz in Heimen-kirch/Allgäu ist mit einem Ausstoß von ca. 180 Tsd. Hektolitern eine der erfolgreichsten Privatbrauereien Bayerns. Seit über 150 Jahren im Familienbesitz der Familie Weiß und bekannt durch die erste registrierte Allgäuer Biermarke "Weiss-Gold", zeichnet sich das Unternehmen im Besonderen durch seine qualitativ hochwertigen Biere sowie durch seine konsequent gelebte, vor allem regionale Wertschöpfungsphilosophie aus: alle am gemeinsamen Geschäft beteiligten Partner – vom Hopfen- und Gerstenbauern über die Mälzerei und den Handel bis zur Gastronomie – sollen nachhaltig die Erträge erwirtschaften, die für eine gesicherte Existenz notwendig sind.

Diese unternehmerische Haltung macht die Brauerei zu einem unverzichtbaren Partner für das Gedeihen der Region Allgäu/Bodensee/Oberschwaben. Einen besonderen Schwerpunkt legt die Familienbrauerei auf sein kulturelles, sportliches und soziales Engagement. Das soziale Engagement ist in der Lena-Weiss-Initiative gebündelt und nimmt damit eine Sonderstellung ein.

Standort: Meckatz 10, 88178 Heimenkirch (Allgäu)

Gründung: 1738 von Josef Fässler gegründet, seit der Übernahme durch Gebhard und Lena Weiss 1853 in Familienbesitz

GeschäftsführenderGesellschafter: Dipl.-Kaufmann und Dipl. Braumeister Michael Weiß, 4. Generation der Familie Weiß

Mitarbeiter: 120

Umsatz 2009: ca. 20 Mio.

Ausstoß: ca. 180.000 hl

Spezialität: Die 1. Allgäuer Biermarke Meckatzer Weiss-Gold - Das Allgäuer Sonntagsbier

Sortiment: MECKATZER Radler, MECKATZER Pils, MECKATZER Weizen, MECKATZER Urweizen, MECKATZER Leichtes Weizen, MECKATZER Leichtes Helles, MECKATZER Fest-Märzen; MECKATZER ZWICKELBIER

Gebinde: 0,33 l Meckatzer-Flasche, 0,5 l NRW Flasche, Keg Fass

Distribution: Direktbelieferung, GFGH, Gastronomie, Lebensmitteleinzelhandel, Getränke-Märkte, Heimdienst

Distributionsgebiet: Allgäu, Bodensee, Oberschwaben, Ulmer und Stuttgarter Raum, punktuell auch Berlin

Der stille Star: Das Meckatzer Weiss-Gold

Meckatzer trotzt dem Branchentrend und verzeichnet Wachstum

(mer) Die Meckatzer Löwenbräu gab am vergangenen Dienstag im Rahmen einer Jahres-Pressekonferenz Einblicke in ihre Erfolgs-Kennzahlen und einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Obwohl der Komplettmarkt in 2011 um 0,8 % sank (der Allgäuer Markt sogar um minus 2,3 %), konnte die Familienbrauerei ein hl-Wachstum von gut 3 % auf insgesamt 170.000 hl erzielen.

Dies verdankt das Unternehmen, das übrigens im kommenden Jahr 275 Jahre alt wird, ihrem stillen Star, dem Meckatzer Weiss-Gold: Das Allgäuer Sonntagsbier erzielte mit rund 125.000 hl die höchste Ausstoßmenge seit Bestehen des Unternehmens. Damit konnte der Umsatz auf rund 21 Mio. € gesteigert werden. Das Geheimnis des Erfolgs der Brauerei basiert auf fünf konsequent gelebten Prinzipien:

Das erste Prinzip: Klasse statt Masse
Entgegen der Branche, die auch in 2011 durch einen extrem starken Preiswettbewerb gekennzeichnet war, lebt die Meckatzer Löwenbräu das Prinzip "Klasse statt Masse": "Klasse" in punkto Bierqualität erreicht die Brauerei durch den Einsatz qualitativ bester Rohstoffe und extrem aufwändiger Brauverfahren: Malz und Hopfen kommen aus kontrolliert-integriertem Anbau und als einzige Brauerei in Deutschland wird im Sudhaus noch die Heißwürzefiltration eingesetzt. Auch die lange und kalte Reifung der Biere sowie die Bearbeitung der über 25.000 Proben im hauseigenen Labor sind für die Braumeister selbstverständlich. Um den speziellen Geschmackscharakter von Weiss-Gold zu sichern, wird ab 2012 die kaum noch zu findende Gerstensorte "Steffi" verwendet, im Sudhaus kommt das energie- und zeitaufwändige 2-Maisch-Verfahren zum Einsatz und die Harmonie des Allgäuer Sonntagsbieres wird durch die Reifung im 2-Tank-Verfahren sichergestellt.

Um das hohe Qualitätsniveau in allen Bereichen weiterhin sicherstellen zu können, werden von Meckatzer zum 1. März nach vier Jahren der Preiskonstanz die Abgabepreise den in diesem Zeitraum erheblich gestiegenen Kosten angepasst. "Die Rohstoffkosten haben sich fast verdoppelt, die Personal- und Energiekosten sind seit 2008 um über 10 % gestiegen – dies lässt sich durch interne Kosteneinsparungen nicht mehr kompensieren", erklärt Michael Weiß. Um das Prinzip "Klasse statt Masse" für die mit dem Unternehmen verbundenen "stakeholder" erlebbar zu machen, hat sich die Meckatzer Geschäftsführung seit Jahren dem Aufbau und der Pflege der "Meckatzer Wertschöpfungsgemeinschaft" verschrieben – einer Gemeinschaft, die nur zusammen erfolgreich sein kann. "Der Endverbraucherpreis ist das entscheidende Signal dafür, wie viel dieser Gemeinschaft – die mit der Mehrwertsteuer beim Finanzminister beginnt und über den Groß-, Einzelhandel, die Gastronomie, die Brauereimitarbeiter bis hin zum Hopfenbauern geht – von Seiten der Konsumenten zufließt, sodass jeder Partner in die Aufrechterhaltung seiner Qualität und damit letztlich in seine Zukunftssicherung investieren kann", so der Brauereichef abschließend zur Preisanpassung.

Das zweite Prinzip: Fokussierung statt Diversifikation
Seit jeher konzentriert sich das Unternehmen auf das Brauen weniger Sorten (neben dem Weiss-Gold drei flaschenvergorene Weizenbiere, Pils und Radler) und setzt damit Zeichen gegen die Flut von Mixgetränken, von denen die Gefahr der Verwässerung von Markenprofilen ausgeht – bewusst entwickeln die Meckatzer lieber Bewährtes behutsam weiter, anstatt der Versuchung, die in so genannten "Innovationen" liegt, zu erliegen. "Fokussierung statt Diversifikation" heißt das Prinzip und das wird auch beim Weiss-Gold so praktiziert: Seit über 100 Jahren fokussieren sich die Meckatzer Braumeister darauf dieses Bier zu brauen. Es lässt sich keiner Sorte unterordnen und darin liegt offensichtlich auch der Erfolg: es ist herber als ein klassisches Helles, vollmundiger als die meisten Pilsbiere und trifft durch die harmonische Abstimmung der einzelnen Komponenten offensichtlich den Geschmack sehr vieler Biertrinker.

Das dritte Prinzip: Geiz ist nicht geil
Die positive Mengenentwicklung in 2011 wurde, laut Michael Weiß, nicht durch Preiszugeständnisse erreicht – im Gegenteil: "Bei einem Endverbraucherpreis von über 15 Euro pro Kiste beweisen die treuen Kunden, dass die Haltung 'Geiz ist geil' keineswegs für alle Verbraucher gilt und immer mehr Biergenießer bereit sind, für hervorragende Qualitäten einen angemessenen Preis zu bezahlen", so Weiß. In der Gastronomie konnte die Brauerei erneut über 150 Neukunden für eine Zusammenarbeit gewinnen – laut Brauereichef Weiß ein Beweis für "die hohe Zugkraft der Marke", genauso wie die positiven Entwicklungen der Umsätze im Bereich des Lebensmittelhandels und der Getränkemärkte im Stammgebiet, "in denen Weiss-Gold heute einen Marktanteil von circa 25 % hat."

Das vierte Prinzip: Behutsame Expansion
Im Stammgebiet Allgäu/Bodensee/Oberschwaben konnte die Meckatzer Löwenbräu ihre Marktführerposition weiter ausbauen. Erfreulich sind auch die ersten Ansätze im Großraum Stuttgart, wo es laut Michael Weiß "offensichtlich ein Interesse der Menschen an der führenden Marke ihrer bevorzugten Urlaubsregion gibt." Die Erweiterung des Vertriebsgebietes wird allerdings nur dort in wohl überlegten Schritten vorgenommen, wo das Unternehmen Partner aus dem Getränkefachgroß-, -einzelhandel und der Gastronomie findet, deren Qualitätsphilosophie mit der des Hauses übereinstimmt.

Das fünfte Prinzip: Investitionen in die Zukunft
Das Jahr 2011 war bei der Meckatzer Löwenbräu durch hohe Investitionen gekennzeichnet. Als erster Schritt hin zu einer attraktiven Begegnungsstätte wurde Ende des Jahres das neue Verwaltungsgebäude seiner Bestimmung übergeben. Ein wichtiges gestalterisches Ziel dabei: die bestehenden Gebäude aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert wurden um ein Gebäude ergänzt, das Zeichen für das 21. Jahrhundert und damit einen Zukunftsglauben setzt, von dem sich Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden und Fans inspirieren lassen. Großer Wert wurde dabei auf die energietechnische Optimierung des Altbestands und des Neubaus gelegt: das Gebäude wurde perfekt gedämmt, die Fenster wurden ausgetauscht und eine Wärmerückgewinnung eingebaut. Ein weiterer Schritt in Richtung Optimierung der Energiebilanz war die Installation einer Photovoltaik- Anlage auf dem Dach der großen Logistikhalle, die pro Jahr etwa 85 to CO2 einspart. Zusammen mit dem schon seit 20 Jahren eingesetzten Blockheizkraftwerk werden heute ca. 50 % des Stromverbrauchs selbst produziert.

Michael Weiß schaut optimistisch in die Zukunft: "Heimat liegt wieder im Trend. Der Begriff gilt nicht mehr als angestaubt oder als Region, aus der man sich nicht heraus traut, sondern als attraktiver Rückzugsraum, in dem man (als Einheimischer oder auch als Urlaubsgast) Kraft tankt und das Ursprüngliche und Echte wertschätzt. Sicherlich hat das Unternehmen auch das Glück, mit dem Allgäu auf eine Herkunft verweisen zu können, die weithin als 'heile Welt' gilt."

Als Unternehmer möchte er in Zukunft weiter Zeichen für eine werthaltige Unternehmenspolitik setzen, die dem "Primat des Gemeinwohls gerecht werden". Er sieht, dass immer weniger junge Menschen sich von inszenierten Scheinwelten großer Marken beeindrucken lassen: "Die Macht der neuen Medien untergräbt zusehends die Autorität der klassischen Medien, und wer es nicht schafft, durchgängig glaubwürdig zu handeln, wird es künftig sehr schwer haben. Über 8.500 Mitglieder im Meckatzer FANCLUB oder auch unsere knapp 10.000 facebook-Freunde sind Beweis für die große Sympathie und das Vertrauen, das die Marke Meckatzer bei den Menschen genießt. Das ist die Basis für unsere künftigen Erfolge auch außerhalb unseres Stammgebiets."

In 2013 feiert das Unternehmen sein 275-jähriges Brauereijubiläum. Bis Mitte 2013 sollen, so Weiß, die wichtigsten Ausbaustufen zur Vollendung einer attraktiven Begegnungsstätte vollendet sein. Dann wird ein lärmberuhigter Innenhof mit einem vergrößerten Biergarten geschaffen werden, der in eine Art "Paradiesgarten" übergeht. In den nächsten Monaten werden die verschiedenen Jubiläumsaktivitäten geplant, die von offiziellen Feiern, über ein rauschendes FANCLUB-Fest bis hin zu Konzerten, Theateraufführungen und einem niveauvollen Genießermarkt gehen.

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