Auf ein Glas – der Blog

DOCa Rioja wählt neuen Präsidenten und neues Kontrollrat-­Plenum

Rioja
  • Fernando Salamero, langjährigstes Plenumsmitglied der DOCa Rioja, einstimmig als Präsident gewählt

  • Nach einem transparenten, reibungslosen Wahlvorgang werden nun neun Weinbauern und fünf weinproduzierende Organisationen von 32 Personen im Control Board Plenum vertreten.

(mer) Der Vorstand der „Rioja Wine Interprofessional Organization“ wurde erneuert und im Zuge dessen auch das Plenum des Kontrollrates. Damit ist der erste Zyklus der alternierenden Präsidentschaft von Traubenerzeugern und Weinproduzenten abgeschlossen. Das Mandat der Agrarorganisation und des Verbandes der Genossenschaften, die jeweils für zwei Jahre einen Vertreter gestellt hatten, ist nun beendet und Fernando Salamero, der Vorsitzende der Rioja-­Gruppe (Riojas größter Exporteur-­Verband) und seit 1982 Mitglied des Kontrollrates, wurde für die nächsten vier Jahre zum Präsidenten gewählt.

Bei der offiziellen Einführungszeremonie wurde den Mitgliedern, deren Mandat nun endet, gedankt und der scheidende Präsident José María Daroca, stellte abschließend fest, dass er sehr stolz darauf sei, „als erster kooperativer Präsident, zur Konsolidierung eines Management-­Modells beigetragen zu haben, um das uns viele Weinregionen der Welt beneiden;; ein Modell, das entscheidend dafür war, um Gleichgewicht und Stabilität zu erreichen, welche für die wirtschaftliche Profitabilität unserer Farmen und Weingüter so essentiell sind“.

Nach einem Rückblick auf die Erfolge seines Mandats, einschließlich der Vereinbarungen zur geplanten Produktion, der Einführung von „einzigartigen Lagenweinen“ sowie der Herstellung von Qualitätsschaumweinen aus Rioja, schloss José María Daroca seine Ausführungen, indem er sagte: „Diese Institution hat Vorrang vor allem, sowohl den Mitgliedern, die heute ihre Posten verlassen aber auch denjenigen, die ihre neu antreten. Ich kann bestätigen, dass das Prestige und die internationale Strahlkraft des Kontrollrats viel größer sind, als wir glauben." Der neue Präsident Fernando Salamero betonte “die fundamentale Rolle, welche die Institution für das Wachstum der Weinregion und tausende Familien gespielt hat, die alle stolz auf diese große Marke sind, die wir gemeinsam geschaffen haben.“

Geboren in der Alavesa, genauer in der Stadt Elciego, mit familiären und beruflichen Bindungen zum Weingut Marqués de Riscal, wo er hauptverantwortlich für den Bereich Finanzen zuständig ist, verfügt Fernando Salamero über 35 Jahre Erfahrung im Management der Ursprungsbezeichnung. Er war an allen strategischen Entscheidungen beteiligt, die das aktuelle Modell der Rioja ausmachen, einschließlich der Vergabe der Zusatzbezeichnung „calificada“ (qualifiziert), der Abfüllung vor Ort und dem Aufbau der übergeordneten Verwaltungsorganisation. Seine Rede spiegelte Verbundenheit und Dialogbereitschaft wieder: „Der grundlegende Geist unserer übergreifenden Organisation ist es, gemeinsame Ziele zu setzen und die Gesamtinteressen der Weinregion vor individuelle Interessen zu stellen. Genau dieser Geist ermutigt mich, den Vorsitz zu übernehmen."

Er führte weiter aus, dass die beiden vorherigen Präsidenten aus den jeweiligen Anbauverbänden „beispielhaft für die Normalität der Abläufe unseres branchenübergreifenden Management-­Modells“ stünden. Salamero sagte, dass die „Strukturierung der Branche durch die Institution und den Kontrollrat das beste Management-­Tool für ein ausgewogenes Wachstum und einer der Schlüssel zu unserem Erfolg“ sei. Das wichtigste Ziel während seines Mandats wird das Engagement für ein ausgewogenes Wachstum der Weinregion sein, wobei „neue Wege gefunden werden sollen, um eine ausreichende Produktion und maximale Qualität sicherzustellen und um dem Versorgungsbedarf der Winzer gerecht zu werden“. Wachstum soll weiterhin auf dem aktuellen Qualitätsmodell beruhen, dabei aber immer „fokussiert bleiben und wichtige Maßnahmen, wie zum Beispiel Investitionen in Promotionaktivitäten, einbeziehen.“ Er betonte auch die feste Absicht, die Themen „Weine aus Einzellagen und Qualitätsschaumweine“ weiter zu förden, die „zusammen mit Weinen aus der Region und aus den einzelnen Gemeinden die bestehenden Kategorien ergänzen sollen, die bisher für unseren Erfolg verantwortlich sind“. Abschließend und unter Hinweis auf sein persönliches Engagement bekräftigte er den festen Willen, Weintourismus in Rioja zu fördern und sagte, dass er „die Koordination des Weintourismus in der Region mit Hilfe des Kontrollrates steuern“ wolle.

Seit der offiziellen Inauguration des ersten Kontrollrates am 11.01.1927 unter Vorsitz von Enrique Herreros de Tejada, Leiter der Landesregierung Logroño, waren die weiteren Präsidenten: Antonio Larrea Redondo (1945-­1971), Eugenio Narvaiza (1971-1982), Santiago Coello Cuadrado (1982-­1992), Angel de Jaime Baró (1992-­2004), Víctor Pascual Artacho (2004-­2013), Luis Alberto Lecea Blanco (2013-­2015) und José María Daroca Rubio (2015-­2017).

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