Auf ein Glas – der Blog

PM Kommunikation

Über PM Kommunikation
Petra Mayer zählt im Wein- und Getränkesektor zu den erfahrenen PR-Profis, die sich auf Unternehmenskommunikation, PR und Storytelling konzentriert. Petra Mayer hat eine fundierte akademische Ausbildung als Önologin und in Sustainable Development (MBA). Damit qualifiziert sich Petra Mayer durch ihre fundierte Fachkompetenz und profiliert sich damit als kompetente und geschätzte Ansprechpartnerin insbesondere im Kontakt mit der Fachpresse.

Neben der Fach-PR für namhafte Marken wie z. B. Freixenet, ist Petra Mayer und ihr Team seit rund 15 Jahren für die Positionierung des Weinland Südafrika am deutschen Markt verantwortlich.

Südafrikas Weinwirtschaft präsentiert das weltweit erste Siegel für ethische Weinerzeugung

(mer) Südafrikas Weinwirtschaft einigte sich auf eine schnelle Umsetzung eines sozial-ethischen Standards zur Einhaltung und Förderung fairer Arbeitsbedingungen auf Weinfarmen und in Wein-Kellereien. Die Entsprechung der strikten fairen Arbeitsstandards wird zukünftig durch ein Siegel auf der Flasche gegenüber Konsumenten kenntlich gemacht.

Unter der Obhut der Wine Agricultural Industry Ethical Trade Association (WIETA) wird die Erfüllung der sozialen Vorgaben in den Weinbaubetrieben vorangetrieben und überwacht. WIETA wurde bereits vor zwölf Jahren als lokal ansässige Nichtregierungsorganisation gegründet, um mittels Ausbildung, betrieblicher Gutachten und Kontrollen eine sozial verträgliche Arbeitspraxis und fairen Handel in der Weinwirtschaft zu forcieren. Die Mitglieder der WIETA sind Weinerzeuger, Händler, Gewerkschaften, weitere Nichtregierungsorganisationen und die südafrikanische Regierung (www.wieta.co.za).

Diese wegweisende Initiative zur Verbesserung der sozial-ethischen Arbeitsbedingungen wird von den wichtigsten beruflichen Interessensverbänden wie die Food & Allied Workers Union (FAWU), Sikhula Sonke, Women on Farms und etablierten Organisationen wie der SA Liquor Brandowners‘ Association (SALBA), der Wine Cellars SA und der Produzentenvereinigung VinPro getragen. Alle Beteiligten eint die Vorstellung von einem glaubwürdigen Siegel, das die Einhaltung sozial verträglicher Arbeitsbedingungen bescheinigt, basierend auf rigorosen und genau kontrollierten Qualifikationskriterien. Es ist davon auszugehen, dass Südafrika mit der Implementierung dieses Sozialstandards im Vergleich mit anderen Weinerzeugerländern weltweit eine Premiere gelungen ist.

Nur Betriebe, die die von der WIETA vorgegebenen Kriterien erfüllen, dürfen ihre Weine mit dem neuen Sozialsiegel auszeichnen. Die ersten Weinerzeugerbetriebe werden wahrscheinlich noch im Lauf dieses Jahres erfolgreich zertifiziert und bekommen das Siegel verliehen.

Der soziale WIETA Best-Practise-Kodex basiert auf den Richtlinien der International Labour Conventions` Ethical Trading Initiative (ILO) und den strengen südafrikanischen Arbeitsgesetzen und erfüllt beide. Der Standard verbietet Kinderarbeit, fordert, dass eine Beschäftigung frei wählbar ist und dass alle Mitarbeiter ein Recht auf ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld haben. Er sieht unter anderem vor, dass die Arbeitnehmer ein Recht auf Koalitionsfreiheit und existenzsichernde Einkommen haben und vor unlauterer Diskriminierung geschützt werden. Auch die Wohn- und Besitzverhältnisse müssen respektiert werden.

Die Geschäftsführerin der WIETA, Linda Lipparoni, erklärt: "Durch die Einführung eines öffentlichen Siegels erkennen wir entsprechende Weinerzeuger und Farmen an und bescheinigen ihnen, dass sie ethische Ansprüche erfüllen. Wir wollen sie auch vor jeglicher negativen öffentlichen Kritik schützen, die durch jene verursacht wird, die unsere Gesetze missachten." Weiter führt sie aus: "Nach knapp 20 Jahren Demokratie und internationaler Erfahrung mit vorbildlicher Agrarpraxis hat Südafrikas Weinwirtschaft ein Niveau erreicht, auf dem ein Verstoß gegen Menschenrechte nicht mehr gebilligt werden kann. In unserer Branche ist kein Raum für solche, die durch eine unfaire und unmenschliche Arbeitspraxis die Mehrheit der Winzer schädigen. Für unsere Winzer ist eine ethisch korrekte Behandlung ihrer Arbeiter eine moralische und rechtliche Verpflichtung."

Rico Basson, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft VinPro bekräftigt, dass diese Maßnahme das Vertrauen in die südafrikanischen Weine sowohl im Inland als auch auf den internationalen Abnehmermärkten stärken soll. "Weinliebhaber haben ein Recht darauf, dass die Weine, die sie genießen, mit Respekt vor der Umwelt und ethisch korrekt erzeugt wurden", so Basson. "Unsere Weinwirtschaft hat sich weltweit eine Reputation für eine fortschrittliche ökologische Nachhaltigkeit aufgebaut. Jetzt ist es an der Zeit, diesen vorbildlichen Ruf mithilfe einer glaubwürdigen Infrastruktur, um die ethisch korrekte soziale Dimension zu erweitern." Für den Anfang brauche es zunächst ein besseres Verständnis für die Umsetzung der sozialen Richtlinien – sowohl aufseiten der Arbeiter als auch der Betriebe. "Beide Seiten, die Arbeiter und die Produzenten, müssen ihre Rechte und Verantwortlichkeiten besser verstehen", ergänzt er.

Glaubwürdigkeit durch Transparenz
Lipparoni bestätigt, dass der Sozialstandard – angelehnt an das 2010 eingeführte Nachhaltigkeitssiegel – zukünftig die vollständige Rückverfolgbarkeit über die gesamte Produktionskette vom Weinberg bis zur Flasche gewährleisten soll. Die betriebliche Umsetzung des WIETA-Standards erfolgt in drei Phasen. Die erste Phase widmet sich vornehmlich der zeitgleichen Ausbildung der Arbeiter, den Eigentümern und dem Management in Arbeitsrecht und der Anwendung des WIETA-Kodex. Die Trainingsunterlagen werden den Teilnehmern von der WIETA kostenlos bereitgestellt. Nach der Initiierungsphase müssen alle Betriebe detaillierte Formulare zu Selbsteinschätzung ausfüllen. Dabei überprüft die WIETA die Übereinstimmung mit den Vorgaben und verfolgt dabei das Ziel, die Betriebe bei der Verbesserung der betrieblichen Praxis zu beraten. Die dritte und finale Phase ist ein umfangreiches WIETA-Audit inklusive einer betrieblichen Inspektion vor Ort.

Für die Nutzung des Siegels müssen die Betriebe ihre Abkommen mit der WIETA jährlich erneuern. Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, müssen die Produzenten auch ihre Trauben- und Weinlieferanten benennen. Um das Siegel zu erhalten, müssen mindestens 60 Prozent dieser Lieferanten ebenfalls WIETA-akkreditiert sein. Die restlichen 40 Prozent müssen glaubhaft darlegen, dass sie sich auf eine Akkreditierung vorbereiten.

Das langfristige Ziel der südafrikanischen Weinwirtschaft sei, so Basson, zukünftig nur ein Siegel zu haben. Das würde bedeuten, dass das unabhängige Wine & Spirit Board sowohl die ökologische und sozial-ethische Nachhaltigkeit der Weine sowie die Entsprechung der Wine–of-Origin-Informationen, das heißt die Angaben zu Herkunft, Jahrgang und Rebsorte, überprüft. Schon heute arbeitet die WIETA in engem Kontakt mit dem Exportverband Wines of South Africa (WOSA), der das Siegel international gegenüber Handel und Konsumenten bewerben wird, sowie mit Fairtrade und Fair for life.

Anfragen an:

SU BIRCH, CEO WOSA
Tel.: +27 (0) 21 / 883 38 60
Mobil: +27 (0) 82 / 563 06 77

LINDA LIPPARONI, WIETA
Tel.: +27(0) 21 / 880 05 80
Mobil: +27 (0) 82 / 864 18 16

TESSA DE KOCK/MARLISE POTGIETER, DKC
Tel.: + 27(0) 21 / 422 26 90
Mobil: +27 (0) 82 / 579 23 58

PETRA MAYER / CHRISTINE HILL, WOSA GERMANY
Tel.: +49 (0) 7221 / 396 32 30

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Wines of South Africa (Germany)
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Internet: www.suedafrika-wein.de

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