Auf ein Glas – der Blog

SIG Combibloc

SIG Combibloc ist einer der weltweit führenden Hersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel. Als Systemanbieter liefert das Unternehmen sowohl den Packstoff als auch die entsprechenden Füllmaschinen.

Bei SIG Combibloc engagieren sich rund 5.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung für die Kunden des Unternehmens. Mit Packungswerken und Niederlassungen auf der ganzen Welt kann
SIG Combibloc schnell und gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen.

Aseptische Dosierstation VARI-DOS-ASEPT – deutlicher Mehrwert für die Getränkebranche

Trendprodukt laktosefreie Milch: Aseptische Flüssigkeiten in Kleinstmengen präzise und kostengünstig dosieren

(mer) Die aseptische Dosierstation VARI-DOS-ASEPT von GEA TDS ist eine Innovation, die es möglich macht, aseptische Flüssigkeiten in Kleinstmengen von 0,2 und 0,3 Gramm/Liter direkt in den aseptischen Hauptproduktstrom zu dosieren: hochpräzise und zu vorteilhaften Kosten. Das bietet der Getränkebranche deutlichen Mehrwert – beispielsweise bei der Herstellung laktosefreier Milch. Die Anregung zur Entwicklung dieser innovativen Dosierstation kam direkt aus dem Praxisalltag der Milchkunden von SIG Combibloc.

Gesucht wurde eine Methode, die Herstellung von Getränken mit speziellen Ingredients wie Enzymen, Aromen oder Extrakten sicherer, präziser und damit auch kostengünstiger zu machen als es bisherige Systeme konnten. Bei dieser Anforderung setzten die Ingenieure von GEA TDS an und entwickelten ein technologisches Meisterwerk, das sich jetzt in der Praxis bewährt.

Die Herstellung laktosefreier Milch ist ein gutes Beispiel dafür, wie die neue aseptische Dosierstation der Getränkebranche in der Praxis deutlichen Mehrwert bringt. In der Theorie ist es simpel, laktosefreie Milch herzustellen. Vereinfacht gesagt gibt man etwas vom Enzym Laktase zur herkömmlichen Milch und erhält nach einer gewissen Zeit laktosefreie Milch. Die Herausforderung ist es, die Enzymmenge so gering wie möglich zu halten und dem Produkt unter höchster aseptischer Sicherheit hinzuzufügen. Denn das Laktase-Enzym ist in der Kostenrechnung ein vergleichsweise hoher Posten. Absolut aseptisch sicher, hochpräzise, möglichst automatisch und schnell muss die Dosierung sein, so dass es im Produktionsprozess zu keinerlei Verunreinigung kommt. Nur dann ist eine hohe Produktqualität garantiert.

Optimale Qualität, vorteilhafte Kosten

Mit der VARI-DOS-ASEPT ist es gelungen, eine Möglichkeit zur aseptischen Dosierung zu eröffnen, die sich in wesentlichen Punkten von bisherigen Systemen unterscheidet und dadurch eine optimale Produktqualität zu vorteilhaften Kosten bietet. Ludger Tacke, Leiter der Abteilung Aseptik bei GEA TDS: „Grundsätzlich gibt es zwei Arten, laktosefreie Milch herzustellen. Ziel ist es bei jeder Methode, den Milchzucker Laktose in der Milch abzubauen, auf den manche Verbraucher mit Unverträglichkeiten reagieren. Mit dem Enzym Laktase wird der Milchzucker zu Fruktose und Galaktose aufgespalten, so dass dann die meisten Verbraucher keinerlei Probleme mehr haben. Man kann der Milch das Laktase-Enzym vor der thermischen Erhitzung zusetzen, dann alles zusammen mit Wärme behandeln und im Anschluss haltbar verpacken.“
Diese Batch-Technologie ist eine verlässliche Methode – allerdings auch eine kostspielige, denn man benötigt vergleichsweise viel Enzym, weil die thermische Erhitzung das Laktase-Enzym verändert; es wird durch die Wärmeeinwirkung sogar geringfügig zersetzt. Außerdem ist die Lagertemperatur aus mikrobiologischen Gründen sehr niedrig, was den Abbau stark verzögert. Deshalb muss die Enzymmenge, die vorher zugeführt wird, sehr hoch sein, um den gewünschten Effekt zu erhalten. Mit rund fünf bis sechs Cent Enzymkosten pro Liter ist die Methode recht teuer und eignet sich folglich nur für kleine Mengen. Im Prozess wird der pasteurisierten Milch, die eine Temperatur von 8 bis 10 Grad Celsius hat, 0,8 bis 0,85 g/Liter Laktase (Aktivität 5.000 Einheiten) hinzugegeben. Die Hydrolysezeit beträgt etwa 24 Stunden. Das Manko: Die Tanks werden während der Hydrolysezeit blockiert und können nicht zur Produktion eingesetzt werden. Außerdem wird die Milch schneller braun (Maillard Effekt).

Wesentlich effizienter ist die Methode, das Enzym nach der thermischen Behandlung durch aseptische Dosierung hinzuzufügen. Wenn die Milch bereits abgekühlt ist, wird nichts mehr vom Enzym durch Hitze zerstört. Tacke: „Für einen Liter reichen bei dieser Methode rund 0,2 bis 0,3 Gramm Enzym – das ist etwa nur 10 bis 15 Prozent der Menge, die beim Hinzufügen vor der Erhitzung benötigt wird.“

Risiko vermeiden

Bisherige Dosierstationen, welche dem Hauptprodukt Kleinstmengen aseptischer Flüssigkeiten nach der thermischen Erhitzung zuführen, haben den Nachteil, dass der Anwender an Schlüsselstellen, wie beispielsweise beim Sterilisieren und Einstechen der Nadel in den Produktstrom, von Hand eingreifen muss. Und das stellt immer ein Risiko für die aseptische Produktsicherheit dar. Ein weiterer kritischer Punkt bisheriger Systeme ist, dass die Enzyme in Beuteln zum Molkereibetrieb geliefert werden, welche wiederum in Eimern liegen. Diese Beutel können in dieser Position nicht vollkommen geleert werden, was einen Verlust von Enzymen bedeutet.

Plus für die Sicherheit

Die Dosierstation VARI-DOS-ASEPT unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von bisherigen Systemen und bietet eine optimale Produktqualität zu vorteilhaften Kosten. Bei der Sterildosierung mit VARI-DOS-ASEPT werden der Milch nach dem UHT-Prozess ca. 0,3 g sterile Laktase pro Liter hinzugegeben. Die Hydrolyse erfolgt in der Packung und dauert bei Raumtemperatur etwa 5 Tage. Bei dieser Methode ist zwar eine Dosierstation erforderlich und die Hydrolysezeit verlängert sich, doch sind die Enzymkosten bis zu 85 Prozent geringer als bei der Batch-Methode. Weiterhin bietet die Methode eine hohe Flexibilität in der Produktion. Es werden keine Tanks blockiert und die Produktqualität wird verbessert, da der Maillard-Effekt deutlich verzögert wird.

Bei der neuen Dosierstation VARI-DOS-ASEPT wird das zu dosierende Produkt in speziell entwickelten Beuteln geliefert wie man sie aus dem Pharmasektor kennt – vergleichbar mit einem hängenden Infusionsbeutel, der bis auf den letzten Tropfen entleert werden kann. Es besteht nicht die Gefahr, dass der Beutel im Eimer zerknautscht und dadurch Reste im Beutel zurückbleiben. Auch das spart Kosten. Das Gebinde besteht aus besagtem Beutel und einem fest damit verbundenen Schlauch – an dessen Ende ist eine Dosiernadel abgebracht. Alle Komponenten sind bereits sterilisiert, wenn sie zum Getränkehersteller kommen. Das heißt: Die einzelnen Komponenten müssen nicht mehr von Hand verbunden werden – ein Pluspunkt für die aseptische Sicherheit. Geliefert werden diese Beutel durch die Firma Optiferm. Das Unternehmen filtriert Ingredients verschiedenster internationaler Lieferanten und füllt sie in die besagten Spezialbeutel für die VARI-DOS-ASEPT.

Tacke: „Damit auch das Einstechen der Nadel in den Hauptproduktstrom aseptisch einwandfrei verläuft, haben wir ein spezielles Multifunktions-Portventil entwickelt, mit dem der zunächst noch leere Schlauch, in dem innen die bereits aseptische Füllleitung liegt, vor der aseptischen Füllmaschine verbunden wird. Das Portventil, das übrigens gleich in doppelter Ausführung vorliegt, um eine kontinuierliche Produktion zu ermöglichen, hat eine automatische Sterilisierungsfunktion, in der die Nadel mit Dampf keimfrei gemacht wird. Das passiert, wenn der Anwender nicht mehr in Berührung mit den Komponenten kommt. Die Nadel wird dann in ihrem Mini-Sterilraum im aseptischen Überdruck automatisch in Produktionsstellung gebracht. Dann werden die Füllleitung und die Nadel über das Ventil mit Faltenbalgverbindung mit der Flüssigkeit befüllt. Selbige wird über eine hochpräzise Waage abgemessenen und exakt in der gewünschten Menge in den Produktstrom dosiert. Im Falle eines Produktions-Stops wird das Portventil schlichtweg geschlossen und die Nadel bleibt in Produktionsstellung in ihrem Sterilraum, bis sie wieder zum Einsatz kommt. Ein steriler Luftüberdruck sichert die Sterilität konstant und zuverlässig. Ein manuelles Herausziehen und ein neues Sterilisieren ist nicht erforderlich – auch das ein Pluspunkt für die aseptische Sicherheit.“

Maßgenaue Dosierung – viele Anwendungsbereiche

Abgesehen vom Laktase-Enzym können mit der neuen Dosierstation auch diverse andere aseptische Zusätze maßgenau in den aseptischen Produktstrom gebracht werden. Norman Gierow, Head of Global Product Management Market bei SIG Combibloc: „Es lassen sich viele Anwendungsmöglichkeiten vorstellen; inbesondere, wenn wir an Added Value-Produkte denken. Ingredients wie beispielsweise Laktoferrin, Vitamine, diverse Aromen und Extrakte oder Farbstoffe – bei derlei Extras kommt es in der laufenden Produktion bei unseren Kunden darauf an, hochpräzise, absolut sauber und aseptisch sicher zu arbeiten, um eine hervorragende Produktqualität zu vorteilhaften Kosten zu erhalten. Dabei ist die VARI-DOS-ASEPT eine echte Bereicherung. Wir sind sehr stolz, dass wir zwischen unseren Kunden aus der Getränkebranche und GEA TDS vermitteln konnten und mit der VARI-DOS-ASEPT eine innovative Dosierstation entwickelt wurde, die ihresgleichen sucht. Wir sind sicher, dass Getränkehersteller auf der ganzen Welt mit dieser Lösung in Sachen Produktqualität und auch Kosteneffizienz deutlich gewinnen. Das zeigt sich ja bereits in der Praxis.“

SIG Combibloc ist einer der weltweit führenden Systemhersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel und erzielte 2013 mit rund 5.100 Mitarbeitern in 40 Ländern einen Umsatz von 1.680 Millionen Euro.

Ihr Kontakt:
Heike Thevis – Pressereferentin
SIG International Services GmbH
Rurstraße 58, D-52441 Linnich, Deutschland
Tel.: +49 2462 79 2608
Fax: +49 2462 79 17 2608
E-Mail: heike.thevis(at)sig.biz

Honorarfreie Veröffentlichung für redaktionelle Zwecke. Abdruck oder Veröffentlichung im Internet unter Angabe der Quelle: Mercurio Drinks - Pressemitteilungen aus der Getränkebranche (mer / SIG Combibloc)

Adresse

Rurstraße 58
52441 Linnich
Deutschland

Telefon
+49 (0) 2462 / 79 - 0

Fax
+49 (0) 2462 / 79 - 2519

E-Mail
presse.de(at)sig.biz

Webseite

Kontakt

Heike Thevis, Pressereferentin

Telefon
+ 49 (0) 2462 / 79 2608

E-Mail
heike.thevis(at)sig.biz

Marken

Keine Nachrichten verfügbar.